Tag der Lehre

9. TAG DER LEHRE, 19. FEBRUAR 2021 - VIRTUELLE DURCHFÜHRUNG

«Digitalisiert lernen und lehren – was bewährt sich wirklich?»

Und plötzlich bewegt sich alles etwas schneller als erwartet. Zum Beispiel die Digitalisierung der Lehre an vielen Bildungsinstitutionen. Was im Notbetrieb entstanden ist, darf aber nicht mit Qualitätslehre verwechselt werden, denn wie heisst es doch so schön: «Das Tool steht nicht im Mittelpunkt, denn es ist nur ein Mittel, Punkt!» Die oftmals schnell aufgesetzten Lösungen dürfen nicht unreflektiert zur Normalität werden. Die Kardinalfrage lautet: «Was müssen die Lernenden am Schluss können?» Die Wahl angemessener Wege und Mittel gehört dabei zu den Kernaufgaben exzellenter Lehre.

Die wirksame Mischung von Online- und Offline-Sequenzen aufgrund der Erkenntnisse aus der Lernforschung stehen darum im Zentrum des neunten Tags der Lehre. Auch dieses Mal stehen mehrere kurze Beispiele erfolgreicher Lernszenarien im Zentrum, die mit digitalen Mitteln realisiert wurden. Eingerahmt werden sie von zwei Hauptreferaten bekannter Grössen.

Das einleitende Referat wird von Prof. Olaf Zawacki-Richter gehalten. Der Erziehungswissenschaftler hat über die Entwicklung von Online-Studiengängen promoviert und mit dem Schwerpunkt Weiterbildung habilitiert. Seit 2010 ist er Professor für Wissenstransfer und Lernen mit neuen Technologien an der Universität Oldenburg. Prof. Zawacki-Richter ist ausserdem Mitherausgeber der Zeitschriften International Review of Research in Open and Distance Learning, Open Learning, Distance Education und der Zeitschrift für Hochschulentwicklung. Seine intensive Forschungs-, Publikations- und Lehrtätigkeit bildet die Basis für ein anregendes Eröffnungsreferat.

Als abschliessender Hauptreferent konnte Prof. Dr. Christian Spannagel verpflichtet werden. Er ist Informatiker und seit 2010 Professor für Mathematik und ihre Didaktik mit Schwerpunkt Informatik und Implementierung neuer Medien an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Prof. Spannagel ist ein e-Learning-Experte der ersten Stunde, seine Videos auf YouTube werden buchstäblich hunderttausendfach abgerufen. In zahlreichen Videos und Publikationen weist er nicht nur auf Gestaltungsmerkmale wirksamer Lernszenarien hin, sondern präsentiert deren Umsetzung auch anhand von Beispielen aus der eigenen Lehre. Auch sein Referat am Tag der Lehre 2021 wird wieder gespickt sein mit fundierten und praxisbezogenen Hinweisen.

Zwischen den beiden Hauptreferaten werden Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Disziplinen präsentiert. Sobald die Liste der Referierenden definitiv ist, wird sie auf dieser Seite veröffentlicht.

Im Rahmenprogramm zur Tagung präsentieren die verschiedenen Supportstellen für Lehre wieder ihr Angebot an Tischen im Foyer. Ein Novum wird die Präsentation der Projekte sein, welche durch die erste ausgebildete Kohorte von e-Coaches an der Universität Bern begleitet wurden.

 

Der «Tag der Lehre»

Der «Tag der Lehre» – eine Kooperation von Hochschuldidaktik und Vizerektorat Lehre mit dem Ziel, die Lehre an der Universität Bern vermehrt zu stärken – wurde erstmals im Jahr 2013 durchgeführt. Seither gehört der «Tag der Lehre» zum jährlichen Hochschuldidaktik-Programm und findet jeweils am letzten Freitag vor Beginn des Frühlingssemesters statt.

Informationen zu den bisherigen Tagungen finden Sie unter folgenden Links:

Weitere, innovative Veranstaltungen der Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung der Uni Bern finden Sie auf hd.unibe.ch.

Tipps und Infos zu «Guter Lehre» finden Sie auch auf www.gutelehre.unibe.ch.

Auszug aus der Strategie 2021

Im Zentrum steht der Lernprozess der Studierenden.

Die Universität Bern stärkt ihren Ruf als Lehruniversität.

Sie steigert weiterhin die Attraktivität ihrer Lehre, realisiert innovative Lehr- und Lernformen, erhöht die Qualität ihrer Studienangebote und setzt vermehrt auf Inter- und Transdisziplinarität. Sie treibt die Weiterentwicklung der Lehrmethoden bewusst voran und setzt sie ein. Die Fakultäten und Kompetenzzentren der Universität Bern bieten spezielle forschungsbasierte Aus- und Weiterbildungsprogramme an.

Für den Bereich der Lehre gelten folgende Zielvorgaben:

  • Die Universität Bern intensiviert den Aufbau inhaltlich und methodisch innovativer Studiengänge und fördert den Einsatz neuer Lernformen und Methoden.
  • Die Universität Bern profiliert sich in der Lehre mit attraktiven, praxisrelevanten und thematisch orientierten Masterstudiengängen insbesondere in den fünf Themenschwerpunkten, die in der Strategie 2021 definiert sind.
  • Die Universität Bern richtet sich mit spezifischen Masterstudiengängen auf die Bedürfnisse der Hauptstadtregion aus.
  • Die Attraktivität der Lehre ist dank ihrer Qualität, dem flexiblen Studien- und Prüfungsbetrieb und der ausgeprägten Interdisziplinarität dauerhaft hoch. Dies sichert einen stetigen Nachwuchs an Studierenden aus dem Kanton Bern und eine Zunahme von Studierenden aus den übrigen Kantonen und dem Ausland.

(Aus der Strategie 2021 der Universität Bern)